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  Funkgeräte und FMS System
 
 
 

Funkgeräte der Feuerwehr

 

 

 

2m Handfunkgeräte

 


Für den BOS-Funk im 2m-Band sind die Kanäle 1 - 125 reserviert. Hierzu stehen im Unterband die Frequenzbereiche zwischen 165,21 - 169,38 MHz und im Oberband zwischen 169,81 und 173,98 MHz zur Verfügung. Die Feuerwehren dürfen Deutschlandweit jedoch nur die Unterbänder nutzen. Die Oberbänder werden teilweise für den Digitalalarm vorgehalten.

 

 

Das Handfunksprechgerät

 

Hier als Beispiel das TK 290 FuG 11 B der Firma Kenwood.


 

 

Die Besonderheiten dieses Gerätes sind die sehr einfache und logische Bedienung, sowie die sehr robuste und kompakte Bauweise. Die Sendeleistung liegt bei 1 Watt. Die Lautstärke ist in 6 Stufen verstellbar und wird ebenso wie der jeweils angewählte Kanal im Display angezeigt. Der Kanal- und Lautstärke-regler ist verriegelbar, so dass beide Einstellungen nicht ungewollt verstellt werden können. Zusätzlich können eine Hör- und Sprechgarnitur angeschaltet werden.

 

 

 

4m Fahrzeugfunk

 

 

Für den BOS-Funk im 4m-Band sind die Kanäle 347 - 510 reserviert. Hierzu stehen im Unterband die Frequenzbereiche zwischen 74,215 - 77,475 MHz und im Oberband zwischen 84,015 und 87,255 MHz zur Verfügung.

 

Die Feuerwehr Siegen nutzt im 4m-Band den Kanal 465, das entspricht einer Frequenz von 86,375 MHz.

 

Für die Digitalalarmierungen wird der Kanal 117 im Oberband genutzt.

 

Eine gute Übersicht über die in Deutschland zugeordneten Funkkanäle bietet der hier verlinkte Funkatlas.

 

 

 

 

Die Typen

 

 

Bei der Feuerwehr wurden in der Vergangenheit vorwiegend Geräte der Firma Telefunken oder Bosch eingesetzt.







 

   

 

 
 

 

 

Der Informationsaustausch

 

 

Gerade im Einsatzfall ist Zeit kostbar. Das gilt auch für den Funkverkehr. Informationen müssen den Empfänger daher immer schnell und vollständig erreichen. Zu diesem Zweck ist jeder Beteiligten Funktion/Fahrzeug ein Funkrufname zugeordnet. Diese Rufnamen sind genormt und nach einem bestimmten Schema aufgebaut. Anhand dem folgenden Beispiel möchten wir Ihnen verdeutlichen wie dieses Schema aussieht:

 

 

Beispiel:

 

Florian Siegen 1/46/1

Der Funkrufname setzt sich zusammen aus:

  • dem Kennwort der Organisation
  • dem Namen des Leitstellenbereichs
  • der nummerischen Bezeichnung der Feuerwache oder Gemeinde
  • der nummerischen Bezeichnung der Fahrzeugart
  • der Nummer des Standortes und des Fahrzeugs
 

Kennwort der Organisation:

Das Kennwort der Feuerwehr lautet Florian. Das oben genannte Fahrzeug ist somit ein Feuerwehrfahrzeug.

 

 

Namen des Leitstellenbereichs:

Das oben genannte Fahrzeug kommt also aus der Stadt Siegen. Der Funkrufname der Leitstelle lautet: "Florian Siegen"

 

 

nummerische Bezeichnung der Feuerwache oder Gemeinde:

Die Löschzüge in den Gemeinden des Kreis Siegen Wittgenstein sind durchnummeriert 1 – 12 Die Ziffer 1 wird durch die Stadt Siegen belegt, Das oben genannte Fahrzeug gehört somit zum Löschzug der Hauptamtlichen Wache in Siegen.

 

 

nummerische Bezeichnung der Fahrzeugart:

Den Fahrzeugarten ist eine
Kennung  zugeordnet. Mit 46 wird ein Löschgruppenfahrzeug LF 24  bezeichnet.

 

 

Nummer des Fahrzeugs:

Die letzte Ziffer dient der Nummerierung identischer Fahrzeugtypen innerhalb eines Löschzuges. Verfügt ein Löschzug  z.B. über zwei Löschgruppenfahrzeugedes Typs LF 16/12. Um diese Fahrzeuge eindeutig trennen zu können

 

 

 

Das Funkmeldesystem (FMS)

 

Das Funkmeldesystem ist eine sehr einfache Form der Daten- bzw. Informationsübermittlung über Funk. Es hat die Aufgabe, den Funkverkehr durch eine schnelle Übertragung von 10 festgelegten Statusmeldungen (0-9 )von häufigen zeitraubenden Routinefunkmeldungen zur Leitstelle zu entlasten. Umgekehrt ist die Leitstelle in der Lage Fernaufträge per FMS  an das Fahrzeug zu vergeben.

 

Zur Unterscheidung der einzelnen Einsatzfahrzeuge müssen neben der eigentlichen Statusmeldung eine Reihe Identifizierungsdaten übermittelt werden, so z.B. die Art der BOS (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst,...),Landes und Ortskennung und Fahrzeugkennung (Typ mit Funkrufname).

 

Damit erkennt die Leitstelle exakt die Herkunft des Funktelegrammes und fügt automatisch Datum, Uhrzeit und Einsatznummer hinzu.

 

Die Fahrzeugkennungen  sind z.T. unterschiedlich zugeordnet, da die Städte und Gemeinden aufgrund unterschiedlicher Anforderungen auch unterschiedliche Fahrzeuge im Fuhrpark vorhalten, und daher manche Fahrzeuge in den Städten garnicht auftauchen. Die dadurch freiwerdenden FMS-Kennungen werden dann ggf. an ähnliche Fahrzeugtypen vergeben.

 

 

FMS Funkmeldesystem im BOS-Funk


 
 
 
 
 

Funkmeldesystem (FMS)
der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)

Einführung

Seit Anfang der 80er Jahre wird im BOS-Funk das sogenannte Funkmeldesystem (FMS) eingesetzt. Es dient der Übermittlung von Kurzinformationen (Fahrzeugnummer, Fahrzeugstatus, Meldungen der Leitstelle) zwischen Fahrzeug und Leitstelle. Diese Übermittlungen sind insofern sinnvoll, daß sie den Funkverkehr deutlich entlasten, und so die Frequenzen von Standardmeldungen freihalten.

Die Informationen werden digital als FSK-Modulation auf dem Sprechfunkkanal übermittelt. Der Empfänger des Datentelegramms bestätigt die Übermittlung mit einer automatischen Quittung. Wenn die Quittung den Sender nicht erreicht, wird das Telegramm selbstständig bis zur fehlerfreien Übertragung wiederholt. Dies ist durch eine voreinstellbare Anzahl an Wiederholersuchen beschränkt um eine Kanalüberlastung bei Systemausfall zu verhindern.

Die Aufbereitung der Statusmeldungen erfolgt in der Regel in der Leitstelle auf einem Rechnersystem, so daß der Funker jederzeit einen Überlick über alle Fahrzeuge hat.

Normalerweise kann jedes Fahrzeug aus der BRD sein FMS-System in jedem Funkverkehrskreis nutzen. Da jedoch nicht alle Leitstellen EDV-gestützte Systeme nutzen, oder überhaupt FMS einsetzen, sollte in unbekannten Bereichen nach erfolglosem "Sprechwunsch" per Taste wieder zu normalem Sprechverkehr gewechselt werden. Ebenso ist die Taste "Notruf" leider nicht überall geschaltet. Normalerweise bewrikt Sie eine Tastung des Relais für 30-60 Sekunden und eine Erhöhung der Mikrofonempfindlichkeit im Sinne von Freisprechen. Der Lautsprecher wird hierbei abgelegt. So kann ohne Hand am Hörer 30-60 Sekunden zur Leistellte gesprochen werden. Gleichzeitig wird in der Leistelle der Notruf akustisch und mit Anzeige der Fahrzeugkennung signalisiert.

Grundsätzlich wird bei jedem senden die Fahrzeugkennung mitübertragen, wodurch Fehler und Störungen leicht identifiziert werden können.


 

 Bit-Nr. 
 

 Inhalt 
 

 Anzahl 
 Bits 
 

 Dauer 
 
   (Sendervorlauf)    200,0 ms
   (Telegrammvorlauf) 12 10,0 ms
   (Blocksynchronisation) 8 6,6 ms
1  BOS-Kennung 4 3,3 ms
5  Landeskennung 4 3,3 ms
9  Ortskennung 8 6,6 ms
17  Fahrzeugkennung 16 13,0 ms
33  Status 4 3,3 ms
37  Baustufenkennung 1 0,8 ms
38  Richtungskennung 1 0,8 ms
39  Taktische Kurzinformation (TKI) 2 1,6 ms
41  Redundanz 7 5,8 ms
48  Schlußbit 1 0,8 ms


 

 

 BOS-Kennung


 Behörde 
 

 Bit 1 
 

 Bit 2 
 

 Bit 3 
 

 Bit 4 
 

 Zeichen 
 (Hex) 
 
 Polizei (Länder)  1  0  0  0  1
 Bundesgrenzschutz  0  1  0  0  2
 Bundeskriminalamt  1  1  0  0  3
 Katastrophenschutz  0  0  1  0  4
 Zoll  1  0  1  0  5
 Feuerwehr  0  1  1  0  6
 Technisches Hilfswerk  1  1  1  0  7
 Arbeiter-Samariter-Bund  0  0  0  1  8
 Deutsches Rotes Kreuz  1  0  0  1  9
 Johanniter-Unfall-Hilfe  0  1  0  1  A
 Malteser-Hilfsdienst  1  1  0  1  B
 DLRG  0  0  1  1  C
 Rettungsdienst  1  0  1  1  D
 Zivilschutz  0  1  1  1  E
 Fernwirktelegramme  1  1  1  1  F

 

 Landeskennung


 Bundesland 
 

 Bit 5 
 

 Bit 6 
 

 Bit 7 
 

 Bit 8 
 

 Zeichen 
 (Hex) 
 

 
Ortskennung bei Landeskennungen
Zeichen E und F
 

 Sachsen  0  0  0  0  0  
 Bund  1  0  0  0  1  
 Baden-Württemberg  0  1  0  0  2  
 Bayern I  1  1  0  0  3  
 Berlin  0  0  1  0  4  
 Bremen  1  0  1  0  5  
 Hamburg  0  1  1  0  6  
 Hessen  1  1  1  0  7  
 Niedersachsen  0  0  0  1  8  
 Nordrhein-Westfalen  1  0  0  1  9  
 Rheinland-Pfalz  0  1  0  1  A  
 Schleswig-Holstein  1  1  0  1  B  
 Saarland  0  0  1  1  C  
 Bayern II  1  0  1  1  D  
 Mecklenburg-Vorpommern (*)  0  1  1  1  E  00 bis 49
 Sachsen-Anhalt (*)  0  1  1  1  E  50 bis 99
 Brandenburg (*)  1  1  1  1  F  00 bis 49
 Thüringen (*)  1  1  1  1  F  50 bis 99

(*) Bei diesen Ländern erfolgt die Unterscheidung durch die Ortskennungen 00-49 und 50-99 (siehe Tabelle).

  • Statusmeldung vom Fahrzeug zur Leitstelle
    (Polizei)

 Taste 
 

 Statusmeldung 
 

 Bit 33 
 

 Bit 34 
 

 Bit 35 
 

 Bit 36 
 
0  Notruf 0 0 0 0
1  frei auf Streife 1 0 0 0
2  frei auf Wache 0 1 0 0
3  Einsatzauftrag übernommen 1 1 0 0
4  am Einsatzort eingetroffen 0 0 1 0
5  Sprechwunsch (einsatzbezogen) 1 0 1 0
6  nicht einsatzbereit 0 1 1 0
7  - frei - 1 1 1 0
8  - frei - 0 0 0 1
9  Handquittung / Fremdanmeldung 1 0 0 1
Feuerwehr und Sanitätsorganisationen

 Fernauftrags- 
nummer
 

 angezeigter
Buchstabe
 

 Bedeutung
 

 Bit 33
 

 Bit 34
 

 Bit 35
 

 Bit 36
 
0 - keiner -  Statusabfrage 0 0 0 0
1 A  Sammelruf (an alle) 1 0 0 0
2 E  Einrücken/Abbrechen 0 1 0 0
3 C  für Einsatzübernahme melden 1 1 0 0
4 F  über Telefon melden 0 0 1 0
5 H  Wache anfahren 1 0 1 0
6 J  Sprechaufforderung 0 1 1 0
7 L  Lagemeldung durchgeben 1 1 1 0
8 P  Fernwirken I 0 0 0 1
9 U  Fernwirken II 1 0 0 1
10 c  dig. Alarmierungssystem 0 1 0 1
11 d  dig. Alarmierungssystem 1 1 0 1
12 h  dig. Alarmierungssystem 0 0 1 1
13 o  dig. Alarmierungssystem 1 0 1 1
14 u  Reserve 0 1 1 1
15 - keiner -  autom. selektive Quittung 1 1 1 1

 


FMS Funkhörer

 


        Hinweis!

In den Kreisen der Bundesländer NRW und RLP wird schon Teilweise der neue BOS Funk TETRA Digital verwendet.


 
 

 
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